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21.12.2020 - Nachhaltigkeit Kolumne Vegane Gesellschaft Schweiz 2/3 - Vegan starten

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit den Auswirkungen ihres Konsumverhalten und insbesondere auch ihrer Ernährung. Der durchschnittliche Konsum von Fleisch und Milchprodukten ist für Umwelt und Gesundheit zu hoch. Deshalb interessieren sich immer mehr Menschen für die vegane Ernährung.

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So tiefsitzende Gewohnheiten wie die Ernährung sind für viele jedoch gar nicht so einfach zu ändern. Wer viele tierische Produkte konsumiert, sieht zunächst nur, welche Produkte wegfallen würde. Tatsächlich können aber die meisten Veganer*innen bestätigen, dass sie bei ihrer Umstellung eine Vielzahl an neuen Produkten und Rezepte entdeckt haben. Mit der Ernährungsumstellung hat sich ihre Ernährung nicht eingeschränkt, sondern im Gegenteil: Die Vielfalt wurde noch grösser. Gemüse, Früchte, Nüsse, Hülsenfrüchte und unzählige Getreidesorten ergeben die Basis. Fleisch, Seitan, Sojamilch und -joghurt und viele weitere Produkte können ergänzend dazu genommen werden.

Von heute auf morgen vegan? Das ist für viele unvorstellbar. Dabei ist das auch nicht notwendig. Denn schlimmer als im eigenen Rhythmus Neues auszuprobieren, ist es, gar nichts zu verändern. Und so gibt es verschiedene Ansätze. Diese haben sich als besonders praktikabel erwiesen:

  1. Einzelne Produkte ersetzen: Für die Milch in den Kaffee gibt es unzählige verschiedene Alternativen. Am besten probiert man sich durch. Auch für Schnitzel, Würste oder Gehacktes gibt es tolle pflanzliche Möglichkeiten. 
  2. Eine vegane Mahlzeit am Tag: Das könnte zum Beispiel das Frühstück sein. Egal, ob Pancakes, Porridge mit Früchten und Nüssen, Toastbrot mit Erdnussbutter und Confi oder ein Smoothie: Vegane Frühstücksmöglichkeiten gibt es unzählige.
  3. Einen veganen Tag in der Woche: Am besten wählt man sich einen aus, an dem es besonders leichtfällt.
  4. Einen veganen Monat: Das Fazit der meisten ist im Nachhinein, dass es viel einfacher als gedacht ist. Wie wär’s mit einer Challenge mit Freunden oder Familie? Die kostenlosen Infos und Tipps von Veganuary.ch können hierbei unterstützen.

Das Wichtigste ist auf jeden Fall, dass man mit Spass an die Sache rangeht und Freude am Ausprobieren hat. Dann werden die Änderungen nämlich auch langfristig und sind damit am nachhaltigsten.
 

Laura Lombardini ist Geschäftsleiterin bei der Veganen Gesellschaft Schweiz. Die Non-Profit Organisation setzt sich für die Förderung der veganen Lebensweise in der Schweiz ein. Weitere Tipps, Rezepte und Informationen gibt es auf https://vegan.ch/.

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