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21.12.2020 - Nachhaltigkeit Kolumne Vegane Gesellschaft Schweiz 3/3 - Nachhaltig vegan

Dass Avocado und Mandeln viel Ressourcen brauchen und oft von weit hergeflogen werden, ist weitgehend bekannt. Doch selbst wer viele von diesen pflanzlichen “Umweltsündern” konsumiert, hat bei der Ernährung noch immer eine bessere Ökobilanz, wenn Tierprodukte weggelassen werden.

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Anhand von Milchalternativen lässt sich das zum Beispiel gut veranschaulichen. Gemäss Studien betragen die Treibhausgasemissionen bei Kuhmilch fast fünfmal mehr, als bei Mandelmilch. Beim Vergleich von Land- und Wasserverbrauch sieht es ähnlich aus. Am besten schneiden Hafer- und Sojamilch ab. Und da Soja für den Direktverzehr meist aus Europa (zum Beispiel Italien, Österreich oder auch der Schweiz) und aus Bio-Anbau stammt, müssen sich die Konsumentinnen und Konsumenten auch keine Sorgen wegen den Rodungen in Brasilien machen. Das Soja von dort wird nämlich hauptsächlich als Futter in der Nutztierhaltung verwendet.

Der Schritt zur vermehrt pflanzlichen oder bestenfalls sogar veganen Ernährung, ist hinsichtlich der Auswirkungen von Essen auf die Umwelt einer der Effektivsten. Aber natürlich gibt es noch mehr Möglichkeiten. Die Plastikverpackungen machen dabei oft viel weniger aus, als manche denken würden. Wichtige Aspekte sind hingegen Foodwaste zu reduzieren sowie auf Regionalität, Saisonalität und wo möglich auf Bio zu achten.
 

Laura Lombardini ist Geschäftsleiterin bei der Veganen Gesellschaft Schweiz. Die Non-Profit Organisation setzt sich für die Förderung der veganen Lebensweise in der Schweiz ein. Weitere Tipps, Rezepte und Informationen gibt es auf https://vegan.ch/.

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