Navigation

10.01.2016 - Produktneuheiten Bohnen

Die Vereinten Nationen (UN) haben das Jahr 2016 zum «Jahr der Hülsenfrüchte» ernannt. Und das aus gutem Grund.

Bohnen_Oliver_Brachat_630xxy.jpg

Bild: Oliver Brachat

Die UN stellen fest, «dass Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Erbsen und Kichererbsen für die Menschen auf der ganzen Welt eine wichtige Quelle für pflanzliches Eiweiss und Aminosäuren und für Tiere eine Quelle für pflanzliches Eiweiss sind.»

Auch möchten die UN darauf aufmerksam machen, «dass Hülsenfrüchte eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung weltweiter und guter Ernährung spielen. Und nicht zuletzt weisen sie darauf hin, dass Hülsenfrüchte Leguminosen mit stickstoffbindenden Eigenschaften sind, die zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit beitragen und sich positiv auf die Umwelt auswirken können.»

Ein Aspekt, der insbesondere in der Bio-Landwirtschaft sehr wichtig ist, denn hier ist die Zufuhr von Stickstoff aus synthetischen Düngemitteln bekanntlich tabu. Wir widmen daher diese Warenkunde, und auch die der nächsten beiden Ausgaben des Alnatura Bio-Supermarkt-Newsletters, den Hülsenfrüchten. Die Bohnen machen den Anfang.

 

Adzukibohnen

Diese kleinen, meist roten Bohnen stammen ursprünglich aus Mittelchina. Man kennt sie dort seit Jahrtausenden. Heute wird die runde Hülsenfrucht auch in anderen asiatischen Ländern angebaut und bereichert die japanische, koreanische oder auch indische Küche. Mit ihrem süsslich-aromatischen Geschmack und der relativ festen Konsistenz schmecken Adzukibohnen in Salaten, Suppen und als Beilage. In Japan eine Delikatesse: Süsse Dips und Desserts aus der feinen Bohne.

 

Kidneybohnen

Chili con Carne ohne Kidneybohnen? Undenkbar. Diesem eigentlich typisch mexikanischen Gericht verdankt die nierenförmige Hülsenfrucht hierzulande ihre grosse Bekanntheit. Doch sie kann mehr als nur in diesem pikanten Eintopf glänzen. Die leicht süsslich schmeckende Kidneybohne passt auch in Schichtsalate, deftige Gemüsegerichte oder, wiederum ganz mexikanisch, in gefüllte Tortillas.

 

Mungobohnen

Man könnte sie glatt mit unseren Gartenerbsen verwechseln – die kleinen grünen Mungobohnen. Ihre Heimat liegt in Ost- und Mittelasien, wo man nicht nur die Bohnen, sondern auch die grünen Hülsen als frisches Gemüse verzehrt. Bei uns kommen gekochte Mungobohnen – meist in Kombination mit asiatischen Gewürzen – in Eintöpfe und Pfannengerichte. Viel häufiger aber trifft man auf Mungobohnensprossen. Diese kann man in wenigen Tagen zu Hause selbst ziehen. Mit ihrem frischen, dezent nussigen Geschmack passen sie perfekt auf Brot, in Salat und zu Wok-Gerichten.

 

Schwarze Bohnen

Eine Augenweide – schwarz und glänzend die Schale, das Innere cremeweiss. Auch geschmacklich müssen schwarze Bohnen sich nicht verstecken: Leicht nussig mit süsser Note, so lässt sich der Gaumeneindruck wohl am ehesten beschreiben. In Süd- und Mittelamerika gehören schwarze Bohnen in den Vorratsschrank beinah jeder Küche und sind dort ein Grundnahrungsmittel wie bei uns das Brot. Sie werden zu Eintöpfen und Püree verarbeitet, als Dip zu Burritos und Enchiladas gereicht, zu Reis, Hähnchen und Fisch gegessen – das alles beinahe zu jeder Tageszeit.

 

Sojabohnen

Diese Hülsenfrucht schaut auf eine sehr lange Kulturgeschichte zurück. Überlieferungen zufolge wurde die kleine Bohne schon 1000 vor Christus in China kultiviert. Heute zählt sie weltweit zu den bedeutendsten Wirtschaftspflanzen. Kein Wunder, denn die Sojabohne hat ein interessantes Spektrum an Inhaltsstoffen, ist nahrhaftes Tierfutter und kann zu vielfältigen Produkten verarbeitet werden – denke man nur an Sojaöl, Sojadrink oder Tofu. Die Bohne selbst wird im asiatischen Raum vor allem zu deftigen Eintöpfen und Suppen verarbeitet.

 

Weisse Bohnen

Es gibt insgesamt sehr viele verschiedene Bohnensorten. Vor allem bei den weissen wird das an der Grössen- und Formenvielfalt deutlich. Die Bezeichnung weisse Bohnen ist daher eher Sammelbegriff als Sortenname. Oft eint sie aber ihre Grösse, das Aroma und die mehlige Konsistenz.

Das Interessante: Weisse Bohnen sind nicht nur in der asiatischen und amerikanischen Küche beheimatet, auch europäische Köche verwenden die cremefarbenen Giganten in traditionellen Gerichten. Weisse Riesenbohnen beispielsweise findet man auf italienischen Vorspeisenplatten oder in griechischen Salaten.

Und zum typisch britischen Frühstück gehören Baked Beans: In Tomatensauce gebackene weisse Bohnen.

Jedes Böhnchen ein Tönchen? Sie wissen, was gemeint ist! Doch dieser unangenehme Nebeneffekt des Bohnenverzehrs muss nicht sein. Die blähungsverursachenden Inhaltsstoffe bauen sich mit zunehmender Einweich- und Kochzeit ab und gehen ins Wasser über. Daher: Langes Garen und Kochwasser abschütten kann Abhilfe schaffen. Verdauungsfördernde Kräuter und Gewürze können helfen und passen obendrein geschmacklich zu Bohnen, Erbsen und Co.

Wichtig: Vor dem Kochen sollten Bohnen mehrere Stunden eingeweicht werden. So verkürzt sich die Garzeit erheblich. Salzen sollte man Bohnengerichte erst am Ende der Zubereitung, die Hülsenfrüchte werden sonst nicht weich.