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27.06.2019 - Produktneuheiten Sinnvoll Beitrag Juni 2019: Gelati Gasparini

Gelati Gasparini ruft alte Kindheitserinnerungen wach. Endlos warme Sommertage, barfuss springend sich im Tag verlieren und dann die wunderbare Abkühlung. Der Höhepunkt des Tages. Eine Gasparini-Glacé! Die kleine, regionale Glacé-Manufaktur mit Sitz in Münchenstein lässt auch heute noch so manches Kinder- und Erwachsenen-Herz höher schlagen. Die Geschichte beginnt mit den Geschwistern Mario und Diana Gasparini. Ihr Vater erwarb das Glacé-Geschäft 1980 und übergab es seinen beiden Kindern. Diese entwickelten die Manufaktur zu einem kleinen, florierenden Nischen-Player. Mit der Zeit wurde der Markt jedoch immer schwieriger und so suchten sie einen Partner, der das Geschäft übernehmen und mit dem gleichen Namen weiterführen würde. Im Jahre 2002 war es soweit. Die gaw „Gesellschaft für Arbeit und Wohnen“ übernahm das Unternehmen und produziert seitdem weiterhin mit gleicher Leidenschaft und Liebe die Gasparini Glacés.

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Was viele jedoch nicht wissen, die gaw steht für professionelle und nachhaltige Arbeits- und Wohnintegration. Giacinto Serrano, Leiter Detailhandel und Produktion, erklärte uns in einem Gespräch, was es damit auf sich hat: „Die gaw ist von der Rechtform her ein Verein. Wir sind eine Non-Profit-Organisation. Der Auftrag unserer Organisation ist, die Integration von psychisch beeinträchtigten Menschen. Beim Arbeiten sowie beim Wohnen. Mein Bereich hat zum Beispiel ein eigenes Förderteam. Wir haben Sozialpädagogen und Förderpersonen mit agogischer Weiterbildung. Wir haben tagtäglich Berührungspunkte mit unseren Mitarbeitern. Dies kann teilweise eine Herausforderung sein, für mich persönlich ist es eine absolute Bereicherung. Die letzten 20 Jahre habe ich in multinationalen Unternehmen gearbeitet.ei Gasparini Glacé spielt neben dem betriebswirtschaftlichen Denken auch der soziale Aspekt eine grosse Rolle. Wir arbeiten hoch professionell. Wir wollen uns nicht als Glacé-Manufaktur positionieren, die einen sozialen Zweck erfüllen. Wir wollen aufzeigen, dass Unternehmen einen sozialen Beitrag leisten und sich trotzdem erfolgreich am Markt behaupten können. 

Das war für mich auch der Grund, weshalb ich bei der gaw arbeiten wollte. Bei der gaw befinde ich mich tagtäglich in einem Spannungsfeld. In einem Meeting sitzen nicht nur Betriebswirtschaftler sondern auch Psychologen, Sozialpädagogen und Lehrer. Da prallen Welten aufeinander - doch genau das macht es spannend. Wir suchen nach Lösungen, die zum Besten von unseren Mitarbeitern sind. Das ist unser Anspruch. Das ist unser Ziel. In so einem Konstrukt kann Geschwindigkeit und Druck zu einer Gefahr werden. Unsere Mitarbeiter würden unter solchen Bedingungen nicht arbeiten können. Das zwingt uns zum Umdenken. Wir sind davon überzeugt, dass dies jedoch genau unser Erfolgsrezept ist. Denn wir gehen gemeinsam Schritt für Schritt. Die vermeintliche Langsamkeit ist unsere Nachhaltigkeit. Wir werden immer eine Manufaktur bleiben. Es gibt immer wieder verlockende Angebote sprunghaft zu wachsen, doch damit würden wir unserem Integrationsauftrag nicht mehr gerecht werden können. Denn das Herz ist und bleibt das tagtägliche Arbeiten von Hand. Unsere Glacés würden ihren Zauber verlieren, wäre in Zukunft alles nur noch maschinell. So müssen wir ab und zu auch Nein sagen. Doch im Nachhinein bestätigt sich dadurch immer unsere Daseinsberechtigung. Denn wir wissen, was wir können – und was wir nicht können. Und wir wissen, was wir wollen –und was wir nicht wollen. Und genau das, macht unsere Arbeit sinnvoll. Denn wir sind zufrieden, mit dem was wir tun. Im Wort „zufrieden“ steckt das Wort „Frieden“. Wo in der heutigen Arbeitswelt kommt das noch vor? 
Ich kann genau zu dem Thema ein sehr einprägsames Erlebnis erzählen. Wir führen unter anderem diverse Gastronomie-Betriebe. Auch dort arbeiten Menschen mit psychischer Beeinträchtigung. Ein Herr, arbeitet dort als Kassierer. Er redet jedoch nicht. Nie. Ich habe mich immer wieder gefragt, was wohl passiert sein muss, dass er seine Sprache verlor. Ich liess mich davon jedoch nicht hindern und sprach jeden Tag mit ihm. Sei es nur ein „Guten Tag“, „Danke“ oder „Auf Wiedersehen“. Und eines Tages, nach ca. einem Jahr, sagte er „Danke“. Das hat mich tief berührt. Mittlerweile bringt er ganze Sätze zustande. Er spricht zwar immer noch leise. Doch er hat Vertrauen geschöpft. Er getraute sich wieder zu sprechen. Und diese Erlebnisse stellen einen ganz anderen Lohn dar. Und genau dafür sind wir dankbar. Das ist unsere Sinnhaftigkeit. Den Dank, den wir tagtäglich erhalten – aber auch den Dank, den wir selber fühlen. Wir sind dankbar.“

Der ganz persönliche Sinnvoll-Tipp von Giacinto Serrano: „Versuch tagtäglich dankbar zu sein. Es verändert das Leben.“

 

Die Gelati Gasparini findet ihr in eurem Alnatura Bio Super Markt.