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Schweizer Glace von Gelati Gasparini

Dolce Vita am Stiel oder im Cornet

Auf den ersten Blick klingt sie nach einer vielversprechenden Gelateria irgendwo in Sizilien. Doch für das ‘Dolce vita’ in Glaceform braucht es schon lange keine Reise mehr bis nach Italien.

Seit den 1970er-Jahren gibt es das Eis am Stiel auch von Gelati Gasparini aus Münchenstein im Kanton Basel-Landschaft. Damals kaufte Pasquale Gasparini, der Vater von Mario Gasparini, das Unternehmen Glace-Müller. Bald danach übernahmen die Kinder von Pasquale Gasparini – Diana und Mario – das Glacégeschäft mitsamt den Mitarbeitern und gründeten die Gelati Gasparini. 

 

Glacémacher statt Autorennfahrer 

Mario Gasparini lernte einst von zwei Käsern aus dem Fribourgerland das Glacémachen, 
«Obwohl es einst mein Traum war Profi-Fussballer oder Autorennfahrer zu werden, hat es das Glacé irgendwie geschafft, einen anderen Weg für mich zu finden.» Die Liebe zu feiner Glacé begann bei Mario Gasparini schon in Kindheitstagen. «Wenn wir als Kinder 30 Rappen im Sack hatten, kauften wir uns damit immer einen Bananen-Schokolade-Lutscher», erinnert er sich. «Lustigerweise ist diese Sorte immer noch eine der beliebtesten in unserem Sortiment.» 
 

Kultglacés mit Nostalgiefaktor

Die Glacés von Gasparani sind aber nicht nur bei Mario mit Kindheitserinnerungen verknüpft. Rund um Basel sind die Glacés von Gasparini schon lange Kult. Bananen-Schokolade, Vanille-Himbeere, Citron-Cola, Caramel-Fior di latte – zum einen sind es die Stängeliglacés, die sich durch die jeweils zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen vom restlichen Schweizer Glacémarkt unterscheiden. Und dann sind da ja noch die legendären Cornetglacés, die fester Bestandsteil sind, wenn man den Basler Zolli besucht. 

Genau diese in Schokolade getauchten Vanille-, Schokolade und Himbeercornets trugen dazu bei, dass auch Mario Gasparinis Nachfolger, Betriebsleiter Orlando Hügli, schon früh mit dem Glacéfieber angesteckt wurde: «Als Student habe ich während den Sommerferien in der Produktion für die Zolli-Cornets gearbeitet», erzählt er, «das hat mir den Ärmel reingezogen.» 

 

Soziales Engagement

In viel Handarbeit produziert Orlando Hügli mit seinem Team aus 11 Fachpersonen und 18 Mitarbeitenden die verschiedenen Glacé-Kreationen. In vielen Produktionsschritten der Cornets wird auf Menschen statt Maschinen gesetzt. «Aufgaben wie das Füllen der Cornets mit Glacé, das Eintauchen in Schokolade sowie auch das Einpacken übernehmen bei uns Menschen mit Leistungsbeeinträchtigung», erklärt Mario Gasparini. 

 

«Bei uns ist jedes Glacé einzigartig.» - Orlando Hügli

 

Gelati Gasparini ist seit 17 Jahren Teil der gaw - Gesellschaft für Arbeit und Wohnen. «Wir kreieren tolle Glacés und können gleichzeitig Menschen unterstützen, einer geregelten Arbeit nachzugehen und wieder Fuss fassen zu können im Arbeitsmarkt.» Die gaw bietet Menschen mit Leistungsbeeinträchtigung eine berufliche Perspektive. 18 begleitete Arbeitsplätze stehen in Münchenstein zur Verfügung. Zum Beispiel beim Einfüllen der Glacemasse in die Cornets, beim Schokoladen-Überzug oder eben beim Einpacken. Arbeiten, die anderswo maschinell erledigt werden. So kann sich Gelati Gasparini mit gutem Gewissen Manufaktur nennen, in der Glace nach alter Tradition hergestellt wird. 

Es sei daher auch wichtig, dass man den Glacés die Handarbeit ansieht: «Da steckt so viel Liebe, Engagement und Qualitätsbewusstsein dahinter», fügt Orlando Hügli hinzu und meint schmunzelt: «Wir können also mit gutem Gewissen sagen: Bei uns ist jedes Glacé einzigartig.»