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Die Eglisauer Sodamacher


Vivi Kola. Frische Durstlöscher aus der Region.

Die legendäre Schweizer Cola-Marke füllt nun auch Bio-Sodas ab. Und setzt dabei auf frische und faire Zutaten, innovative Rezepte und lokales Knowhow.

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Eine Legende geht neue Wege

Sie haben die Schweizer Vivi Kola wiederauferstehen lassen. Nun wagen sich die Eglisauer Sodamacher an neue Softdrinks «made in Switzerland».

Wir schreiben das Jahr 2005, als sich Christian Forrer von einem Freund dazu überreden lässt, die in den 80er-Jahren verschwundene Schweizer Coca-Cola-Alternative neu zu lancieren. Der gebürtige Eglisauer, mittlerweile Grafiker und Unternehmer, ist sofort Feuer und Flamme. Er erinnert sich an seine Old-School-Plakate, die er einst auf dem Schulhaus-Estrich fand, und die alten Fläschchen mit dem Weltkarten-Etikett, die er zu Hause aufbewahrte. Die Idee ist geboren, doch bevor die erste «neue» Vivi Kola über den Tresen geht, muss Forrer zuerst einmal einen langwierigen Markenstreit durchstehen, gefühlte 1000 Stunden am Originalrezept feilen und vor allem: verstehen, wie man eine solche Getränkemarke überhaupt auf den Markt bringt.

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Einige Jahre später – und um ein paar Erfahrungen reicher – holt sich Forrer frisches Blut ins Team, um so richtig durchzustarten: Camilo Antezana, damals im Marketing tätig und heute der Geschäftsführer von Vivi Kola, derjenige also, der die Fäden in Eglisau zusammenhält. «Auch ich hatte damals keine Ahnung vom Geschäft», gibt Antezana zu. «Doch manchmal sind Ideen wichtiger, um einen Traum zu verwirklichen.» Heute geht es Vivi Kola blendend. Die Firma zählt 20 Mitarbeiter, die im Büro in Züri, im Aussendienst und natürlich in der eigenen Abfüllanlage in Eglisau arbeiten, die 2021 am Ursprungsort von Vivi Kola in Betrieb genommen wurde. Heute läuft hier eine Flasche nach der anderen vom Förderband – mehr als 5000 pro Stunde. Die Abfüllanlage sei ein Meilenstein gewesen, sagt der Geschäftsführer. «Dadurch sind wir nicht nur flexibler, sondern auch unabhängiger geworden.»

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Neue Wege geht die Truppe auch in Sachen Softdrinks. Antezana spielte schon länger mit dem Gedanken, nicht nur Vivi Kola, sondern auch durstlöschende Limonaden zu produzieren. «Und gleichzeitig nachhaltiger zu werden.» Für die neu kreierten Bio-Sodas, die in drei verschiedenen Kombinationen vorkommen (Blutorangen & Ingwer, Zitronen & Ingwer und Schorle), haben sie sich auf die Suche nach den besten Zutaten gemacht. Und haben diese bei einer Bio-Landwirtschaftskooperative am Fuss des Ätna gefunden – zumindest die frischen Zitronen und feuerroten Blutorangen. Die saftig-süssen Äpfel fürs Schorle wachsen um die Ecke in Steinmaur – genauso wie der Bio-Ingwer. «Alles andere hätte keinen Sinn», meint Antezana. «Wir sind ein Schweizer Sodaproduzent und tragen darum auch Verantwortung für unsere Umwelt.»

 

Im Angebot haben die Eglisauer nun übrigens auch zwei erfrischende Teemischungen: ein Bio-Eistee aus Schweizer Alpenkräutern und einer aus brasilianischem Mate. Und wie sieht’s eigentlich mit einer Bio-Kola aus? Antezana: «Die gibt es natürlich auch – unter anderem bei Alnatura.»

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